ESD STATEMENT | Zukunftspanel Mittelstand 2025

ESD STATEMENT | Zukunftspanel Mittelstand 2025

Studie bestätigt wachsende Belastungen für Beschäftigung im Mittelstand

Die Ergebnisse des Zukunftspanels Mittelstand 2025 des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) spiegeln die betriebliche Realität vieler Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen wider: Personal zu finden und zu halten wird zunehmend schwieriger, während die Kosten für Beschäftigung weiter steigen.

Laut IfM-Panel stellte für die Betriebe nach wie vor der demographische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel die größte Herausforderung dar. Gleichzeitig steigen unabhängig von Auftragslage oder Investitionsbereitschaft die Kosten für Beschäftigung weiter an. Steigende Lohnkosten, Abgaben und zusätzliche Anforderungen treffen Unternehmen, die Verantwortung für Ausbildung, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung tragen, besonders unmittelbar.

Timo Lehberger, Präsident des Europaverbandes der Selbständigen – Deutschland (ESD), erklärt: „Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen stehen täglich in der Verantwortung für ihre Beschäftigten. Dadurch, dass Fachkräfte fehlen und die Personalkosten immer weiter steigen, wird Beschäftigung für viele Unternehmensinhaber zunehmend zur wirtschaftlichen Gratwanderung."

Aus Sicht des ESD zeigt das Zukunftspanel zudem deutlich, dass Arbeitsmarktpolitik, Abgabenlast und bürokratische Anforderungen stärker zusammengedacht werden müssen. Für Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen entscheidet sich hier, ob Beschäftigung aufgebaut, gehalten oder gar abgebaut wird. Wer Beschäftigung sichern will, muss die tatsächlichen Probleme der Arbeitgeber ernst nehmen. 

Das Zukunftspanel Mittelstand 2025 liefert hierzu eine belastbare Datengrundlage und sollte bei wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Zum Zukunftspanel Mittelstand 2025:  https://www.ifm-bonn.org/fileadmin/data/redaktion/publikationen/chartbooks/chartbook_zukunftspanel_2025.pdf

 

ESD-Forderungen
Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. fordert:

  • planbare und gedeckelte Arbeitskosten, insbesondere durch eine gesetzlich verbindliche Obergrenze für Sozialabgaben, um Beschäftigung langfristig tragfähig zu halten
  • eine spürbare Reduzierung bürokratischer Belastungen und Dokumentationspflichten im Arbeitsalltag kleiner und mittelständischer Unternehmen
  • ein KMU-freundliches Arbeitsrecht, das sich an klaren Grundsätzen orientiert und Beschäftigung nicht durch zusätzliche Komplexität verteuert
  • arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen, die die betriebliche Realität berücksichtigen, statt kleine Arbeitgeber mit zusätzlichen Pflichten zu überfordern

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