ESD STATEMENT | Steuerentlastung vorziehen. Impulse für einen breiten Aufschwung setzen

ESD STATEMENT | Steuerentlastung vorziehen. Impulse für einen breiten Aufschwung setzen

Der Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz, die geplante Senkung der Körperschaftsteuer bereits 2026 einzuleiten, statt wie vorgesehen ab 2028, gibt der wirtschaftspolitischen Debatte wichtige neue Dynamik. Ihre gegenüber dem Handelsblatt geäußerte Einschätzung macht deutlich, dass die aktuelle Konjunkturschwäche ernst genommen wird und ein früheres Handeln notwendig erscheint.

Eine vorgezogene steuerliche Entlastung kann Unternehmen in einer Phase großer Unsicherheit stärken, Investitionen erleichtern und neues Vertrauen schaffen. Viele Betriebe warten seit Monaten auf klare Signale aus der Politik, die wirtschaftliche Aktivität fördern und den Weg zu mehr Stabilität ebnen.

Wie auch einige Branchen- und Fachverbände ist der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) e. V. der Auffassung, dass eine solche Reform zwingend alle Unternehmensformen berücksichtigen muss. Viele Soloselbständige sowie Inhaber kleiner und mittlerer Betriebe arbeiten in Rechtsformen, die von einer reinen Absenkung der Körperschaftsteuer nicht profitieren würden. Eine Entlastung, die nur Kapitalgesellschaften erreicht, würde an der Realität eines großen Teils der deutschen Wirtschaft vorbeigehen.

Eine kluge steuerliche Reform sollte daher dort ansetzen, wo die wirtschaftliche Breite dieses Landes liegt: bei den vielen Einzelunternehmen, Familienbetrieben und Selbständigen, die Tag für Tag zur Wertschöpfung beitragen und in konjunkturell schwierigen Zeiten Stabilität schaffen.

ESD-Präsident Timo Lehberger erklärt:
„Wer einen nachhaltigen Aufschwung anstoßen will, braucht Entscheidungen, die in der gesamten Unternehmenslandschaft wirken. Eine vorgezogene Steuerentlastung kann ein wichtiges Signal sein. Entscheidend ist jedoch, dass auch Personenunternehmen und Soloselbständige spürbar profitieren. Ohne sie wird es keinen wirtschaftlichen Aufschwung geben.“

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